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Gehaltsvorstellung angeben: Bis zu 20% mehr Gehalt raushandeln

Gehaltsvorstellungen anzugeben ist kniffelig. Seid ihr unsicher, da ihr euren Marktwert nicht kennt? Habt ihr Sorge, bei zu hohen Gehaltsvorstellungen eine Absage zu erhalten? Dann geht es euch wie den meisten Bewerbern.

Wir zeigen euch, was ihr beim Umgang mit eurem Gehaltswunsch beachten solltet. Im folgenden Text geben wir euch eine Strategie, mit der ihr bei einem Jobwechsel bis zu 20% mehr Gehalt raushandeln könnt. Diese Tipps können wichtig für euch sein, wenn mehr Gehalt das Wichtigste für euren Wechsel ist.

Bedeutung der Gehaltsvorstellung im Bewerbungsprozess

Der Gehaltswunsch ist bei der Bewertung eingehender Bewerbungen wichtig. Seid euch daher vorher über euren Gehaltswunsch im Klaren. Arbeitgeber bewerten Gehaltswünsche im Verhältnis zum Gehaltsrahmen der Stelle. Übertrifft euer Gehaltswunsch das Budget um mehr als zehn Prozent, bekommt ihr in der Regel eine Absage. Passt die Höhe, folgt die Bewertung der Qualifikation und Berufserfahrung.

Bestandteile des Gehalts

Das kommt auf die Funktion an. Benennt euer Jahreszielgehalt bei einer Bewerbung im Vertrieb. Das besteht im Außendienst aus fixem und variablem Anteil. Das Fixgehalt kann bis zu 80% des Gesamtgehalts ausmachen. Hinzu kommt der variable Bestandteil - die Provision. Diese ist abhängig von eurer Zielerreichung. Setzt eine Zielerreichung von 100% für die Provision voraus. Fixgehalt und Provision ergeben das Jahreszielgehalt. Benennt bei eurer Bewerbung im Außendienst das Jahreszielgehalt, dann liegt ihr im Regelfall richtig.

Solltet ihr euch nicht auf eine Stelle im Vertrieb bewerben, benennt euer fixes Jahresgehalt. Stellt sich Bewerbungsprozess heraus, dass der potentielle Arbeitgeber ebenfalls mit variablen Bestandteilen arbeitet, könnt ihr euren Gehaltswunsch anpassen. Dadurch erlangt ihr einen erweiterten Spielraum für die Verhandlungen.

Ermittlung des Marktwerts für die richtige Gehaltsvorstellung

Unterscheidet zwischen Berufseinsteigern und berufserfahrenen Bewerbern. Solltet ihr Berufseinsteiger, beispielsweise Absolvent eines Studiums sein, können Webseiten wie Karrierebibel euch bei der Ermittlung des Gehalts helfen.

Als Bewerber mit Berufserfahrung werdet ihr es bei der Gehaltsbestimmung schwer haben. Selbst aussagekräftige Quellen zur Bestimmung eines marktgerechten Gehalts spucken kein 100% passendes Gehalt aus. Es wird bei einer Näherung an das Gehaltsband eures Wunscharbeitgebers bleiben. Dies liegt daran, dass Durchschnitts-Gehälter sich aus einer Bandbreite von Gehältern bilden. Der größte Anteil liegt in der Regel weit unter dem ermittelten Durchschnittsgehalt. Ein Anteil bis fünf Prozent macht häufig ein Vielfaches des Durchschnitts-Gehalts aus.

Bis zu 20% mehr Gehalt - mit der richtigen Strategie

Es kann daher Sinn machen, sich von den verfügbaren Informationen zu lösen und ein für sich attraktives Jahresgehalt zu definieren. Sofern ihr euch nicht durch einen bevorstehenden Jobverlust in einer Notsituation befindet, kann folgende Vorgehensweise Sinn machen:

Nehmt euer aktuelles Jahresgehalt als Grundlage und addiert zehn Prozent. Schlagt zusätzlich weitere zehn Prozent als Spielraum drauf. Dies ist der Spielraum für eure Gehaltsverhandlung. Legt eine Untergrenze fest, die ihr nicht unterschreiten wollt. Findet stichhaltige Argumente für euren Wert als Mitarbeiter und gebt nicht schnell nach. Habt Mut!

Meldet sich der Arbeitgeber vor einem Erstgespräch zur Besprechung des Gehalts, habt ihr es fachlich in die nächste Runde geschafft. Eure Gehaltsvorstellungen liegen etwa bis zu zehn Prozent über dem Budget der Stelle. In diesem Fall wird der Arbeitgeber die Bedeutung der Stelle für eure Karriere in die Verhandlung aufnehmen. Eure Frage nach weiteren Vorteilen neben dem Gehalt macht in diesem Moment Sinn. Hierzu kann eine betriebliche Altersvorsorge zählen. Fragt nach konkreten Zusagen, die für euch individuell gelten können. Seid offen für euer Entgegenkommen im persönlichen Gespräch. Solltet ihr euch fachlich gut eignen, sollte dies der nächste Schritt sein.

Gehaltsvorstellung angeben: Bis zu 20% mehr Gehalt raushandeln - Zusammenfassung

Bedeutung der Gehaltsvorstellung - kann wichtiges Bewertungskriterium sein

Bestandteile des Gehalts - Jahreszielgehalt inklusive Bonus oder Provision

Ermittlung des eigenen Marktwerts - als Berufserfahrene/r Strategie entwickeln

Wir hoffen, dass wir euch mit unseren Tipps zum Umgang mit der Gehaltsvorstellung im Bewerbungsprozess helfen können. Auf Mojob stehen euch durchschnittlich 130.000 Stellenangebote zur Verfügung. Arbeitgeber stellen Informationen zur Stelle und den besonderen Vorteilen einer Beschäftigung bereit. Das hilft euch, wichtige nicht-monetäre Kriterien zur Bestimmung eures Gehalts zu finden.

Wir wünschen euch viel Erfolg bei eurer Bewerbung! Bleibt bitte gesund!

Euer Mojob-Team



Veröffentlicht in der Kategorie: Für den Bewerber